27/01/2023

Automaten Haßelbacher

Überlassen Sie Ihr Glück nicht dem Zufall

DM 2022

DM 2022 als Teil einer großen Geschichte

Daniela Götze, Angelique Japp, Nina Mitterlehner, Nadine Moser, Jennifer Reuter, Emma Winkelmann, Carina Zelt, Selin Kuruoglu (3x) sowie Kai Gotthardt, Sancha Koal, Alexander Köhler, Romeo Grbavac, Simeon Heinz, Dennis Huss, Willi Keller, Danijel Lukic, Mario Raffel, Bruno Stöckli, Sascha Schneider, Andreas Schüring und Jörg Mitterlehner (2x) – so heißen die neuen Deutschen Meister:innen 2022.

Von ihnen präsentierten sich Daniela Götze, Angelique Japp, Nadine Moser, Jennifer Reuter, Emma Winkelmann, Selin Kuruoglu sowie Sancha Koal, Romeo Grbavac, Dennis Huss, Willi Keller, Mario Raffel, Sascha Schneider und Andreas Schüring erstmalig ganz oben auf dem Podium.

Ergo dreizehn Spieler:innen, die sich summa summarum fünfzehn Titel erkämpften. Dagegen mit Nina Mitterlehner, Carina Zelt auf der einen und Kai Gotthardt, Alexander Köhler, Simeon Heinz, Danijel Lukic, Bruno Stöckli ferner Jörg Mitterlehner auf der anderen Seite neun Akteure, die bereits auf der Ehrentafel der Deutschen Meister:innen eingraviert gewesen sind. So ergibt sich daraus ein Verhältnis von 13:8 hinsichtlich der Anzahl von neuen sowie alten/ neuen Meister:innen. Die Anzahl der Titel gliedert sich indes im Verhältnis von 15:9, gekürzt 5:3.

Unverkennbar die grandiose Welle von DM-Newcomern.

In der Geschichte der Deutschen Meisterschaften seit 1990, dem Beginn der DSAB-Ära, wurde bisher um 468 Titel sportlich gestritten, 462 verschiedene Spieler:innen haben sich dabei meisterlich geschlagen, die sich die insgesamt 813 Top-Positionen teilen.

Die erfolgreichste von ihnen ist Marene Westermann, die 28 Titelgewinnen vorweisen kann und auch genderneutral das Maß der Dinge in der sportlichen Hemisphäre darstellt. Bei den Männern führt dagegen Alexander Köhler mit 17 gewonnenen Meisterschaften den Reigen der männlichen Akteure an.

Die Top Ten der Damen:

(Rang, Anzahl der Titel, Name)

1. 28 Marene Westermann

2. 11 Bianca Strauch

3. 10 Anja Piecuch

4. 08 Silvia Dolores Keller

5. 06 Sabine Lischka-Kurz

5. 06 Brigitte Thiele

7. 05 Ellen Keller

7. 05 Petra Röder

8. 04 Jana Bormann

8. 04 Kerstin Engbers

8. 04 Heike Grahl

8. 04 Stefanie Lück

8. 04 Janine Wagener

8. 04 Sandra Zinkstein

Die Top Ten der Herren:

1. 17 Alexander Köhler

2. 15 Manfred Bilderl

2. 15 Maik Langendorf

4. 13 Stefan Stoyke

5. 10 Dieter Schutsch

6. 08 Dieter Jooß

6. 08 Dietrich Westermann

8. 06 Dirk Cormann

8. 06 Thomas Ehlers

8. 06 Sven Flück

8 06 Nico Kurz

8. 06 Thomas Kreutzer

8. 06 Michael Rosenauer

331 Spieler:innen haben allesamt einen Titel erringen können und machen das Gros dieser Extra-Klasse aus, das impliziert 71,65 Prozent. Die Anzahl der Akteure, die sich zweimal als Erste hervortaten, beläuft sich indes auf 138 und macht 14,93 Prozent aus. In Summe macht das 86,56 Prozent aus. Im Gegensatz dazu schmilzt der Anteil der Spielerschaft, die zehn und mehr Titel erringen konnten, auf 1,74 Prozent zusammen.

Was sagt das aus? Einmal, dass es immer wieder, nunmehr seit 33 Jahren, Ausnahmespieler:innen gibt. Sie nehmen sich aus der großen Masse aus. Und wir sprechen hier nur von denen, die zu Titelträger:innen avancieren konnten. So scheint eine Marene Westermann uneinholbar. Vielleicht richtig, eventuell nicht. Denn im Sport gilt: Sag‘ niemals nie! Ihr zurzeit bestehender Super-Rekord von 28 Titeln kann sogar nur ein Zwischenergebnis sein, der eher von Marene Westermann verbessert wird, als sich ein anderer Akteur diesem High nähern könne.

Im Sport scheint alles möglich zu sein und ist stets aller Ehren wert, wenn es mit lauteren Dingen zugeht. 1968 sprang Bob Beamon in der Höhe von Mexico-City im Rahmen der Olympischen Spiele 8,90 m weit und verbesserte den bestehenden Weltrekord um sagenhafte 55 cm. Die Sportjournaille war sich einig: Ein Sprung ins nächste Jahrtausend – ein Sprung für die Ewigkeit! Die Biomechaniker fingen an zu grübeln und kamen zu dem Ergebnis: So ein Sprung ist gar nicht möglich!

Doch bereits 23 Jahre später sprang Mike Powell in Tokio 8,95! So ist das im Sport!

Es gibt natürlich auch die dunkle Seite: Als Marco Pantani den Schlussanstieg nach L’Alpe d`Huez bei der Tour de France in 36:50 Minuten bewältigte, kommentierte Lance Armstrong, dessen Bestzeit bei 37:36 lag, dass die Leistung des Italieners ohne unlautere Mittel, sprich Doping, gar nicht möglich sei.

Was machte ihn da so sicher. Selbst stets bis zur Oberkante mit Dopingsubstanzen zugedröhnt, hatte er das nie geschafft. Und deswegen wusste er etwas, was lediglich manche nicht laut zu denken wagten. Heute wissen wir: Beide waren gedopt! Zwischen Unter- oder Oberkante EPO!

Steigen wir vom Fahrrad ab und kehren zurück ans Board. Das Verhältnis von 1,74:86,56 verdeutlicht, dass selbst in der absoluten Spitze die DSAB-Dartszenerie nicht nur von Wenigen geprägt wird. Vielmehr ist es so, dass selbst, wenn es sich nur um die Meister:innen dreht, Hunderte ihre Fußabdrücke unübersehbar hinterlassen haben. Wirft man ein Auge auf alle Podiumsspieler:innen geht es um Tausende, erweitert man den Fokus auf sämtliche Teilnehmer:innen sprechen wir bereits von Zehntausenden. Das ist geschriebene und gelebte DSAB-Geschichte.

Der gesamte Background der Spielerschaft über mehrere Dekaden macht die DM zu dem, was sie heute ist: Darts at its beste! Sowohl in der Spitze als auch Breite. Mit großem Funfaktor, was im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass außergewöhnliche Leistungen per se ausgeschlossen sind. Genauso wenig wie alle die, für die Darts vor allem eins bedeutet: Spaß, Spiel, Spannung, Sport!

2023 wird es wieder soweit sein!

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